Eine Lücke wird geschlossen: „Detektei Bates 3“ erscheint in Kürze!

Die Mehrheit der Hörspiel-Fans wird ob dieser Meldung nicht einmal mit der Wimper zucken oder sich fragen, wer das denn bitteschön noch hören will. Oder die Leute denken, dass diese News ein weiterer Treppenwitz in der Veröffentlichungshistorie der „Detektei Bates“ ist. Aber für mich ist das eine Riesen-Sache, deren Wortlaut ich mir nicht oft genug auf der Zunge zergehen lassen kann:

Die dritte Folge der Serie Detektei Bates „Die Insel des Bogenschützen“ erscheint in Kürze – fast 11 Jahre nach ihrem ursprünglichen VÖ-Termin!

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Gedanken zur Hörspielarbeit (4)

Herrje, schon ist es fast ein Jahr her, dass ich hier den letzten Beitrag geschrieben habe. Damals habe ich den ersten Satz eines Hörspielprojekts gepostet, das zwar vielversprechend gestartet, aber leider wie so viele andere dann wieder im Sande verlaufen ist. Das ist frustrierend, aber leider eher normal: Jeder, der sich kreativ betätigt, wird bestätigen können, dass vor einem erfolgreich abgeschlossenen  Projekt viele Versuche stehen, bei denen es nicht klappt. Da heißt es, sich zu schütteln und einfach weiter zu machen. 😉

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Das alte, einsame Haus in den Bergen

„In den Bergen, in einem alten, ganz einsam gelegenen Haus, müssen nach Sonnenuntergang in allen Zimmern, die nach Westen sehen, die Vorhänge geschlossen bleiben, und wehe, wenn sie geöffnet werden …“

Häh, was ist denn das? Noch so ein neues Projekt aus dem vielleicht was werden wird… Drückt die Daumen!

Gedanken zur Hörspielarbeit (3)

Bei dem Versuch, mein neuestes Projekt in eine Schublade zu pressen, bin ich bei der Kategorie „Doku-Fiction“ gelandet.

Im TV ist diese Form einer Dokumentation seit einiger Zeit ganz besonders in dem Bereich der „Biographien“ sehr beliebt, bietet sie doch die Möglichkeit, einen historisch belegten Stoff durch eingeschobene Spielszenen näher zu beleuchten, dem Zuschauer das Geschehen auch emotional zu vermitteln und die Protagonisten als Menschen (be-)greifbar zu machen.

So entsteht neben den „harten Fakten“ ein vielschichtiges Portrait, dass neben einem hohen Informationsgehalt auch ein großes Unterhaltungspotential hat. Als positves Beispiel kann ich da die kürzlich gesendete Produktion „Meine Tochter Anne Frank“ anbringen, die mich durch ihre Machart sehr an dieses düstere Thema und das tragische Schicksal des jungen Mädchens herangeführt hat und trotz aller Schwere des Stoffes sehr unterhaltsam war.   „Gedanken zur Hörspielarbeit (3)“ weiterlesen

Aus dem Archiv (02): Interview mit dem Geisterspiegel

Am 01.08.2013 hat mich der Geisterspiegel anlässlich der Veröffentlichung von Lula inteviewt.

Da ich nicht weiß, wie lange das Interview im Archiv des Geisterspiegels zu lesen sein wird, könnt ihr es hier in voller Länge nachlesen:

15 neue Fragen an … Ralf Jordan von Gunter Arentzen

1. Welche Themen sind Schwerpunkt deines Labels?


Der Begriff »Label« ist für hystereo nicht wirklich passend, denn ich vertreibe meine Hörspiele nicht selbst, sondern brauche immer einen Verlag, der die Produktionen in den Handel bringt, oder einen Produzenten (wie aktuell bei Lula), der die Produktion finanziert. Insofern ist hystereo eher eine Hörspielproduktionsstätte. Aber für dieses Gespräch können wir – um Verwirrung zu vermeiden – gerne bei dem Begriff bleiben!
Also: Schwerpunktmäßig inszeniere ich Einzelhörspiele, die in sich abgeschlossen sind. Dieses Format ist für mich am spannendsten, weil ich so immer wieder etwas anderes abliefern kann und mich und meine Arbeit am Hörspiel immer wieder neu erfinden muss. Es macht mir Spaß, meinen Hörspielen etwas »Abseitiges« oder Außergewöhnliches abzugewinnen. Hörspielserien ermüden den Konsumenten in mir immer sehr schnell und dieses Hörverhalten spiegelt sich natürlich auch in meinen Hörspielen wider.„Aus dem Archiv (02): Interview mit dem Geisterspiegel“ weiterlesen

Aus dem Archiv (01): Effektvoll ins „Schneetreiben“

Die Vertonung von “Schneetreiben”

von Ralf Jordan

Der Rough-Cut ist heute fertig gestellt worden. Herausgekommen sind über 60 Minuten Hörspiel, die zwar noch etwas holprig und unausbalanciert sind, aber schon eine sehr klare Darstellung dessen liefern, was ich mir im Vorfeld vorgestellt habe. Die Gefahr, sich nun zufrieden zurück zu lehnen, besteht allerdings nicht. Jetzt kommt nämlich der für mich sehr schöne Teil der Nachvertonung von speziellen Geräuschen.

“Große” Geräusche, wie z.B. fahrende Autos oder Motorsägen, aber auch Atmosphären, z.B. heulender Wind, entnehme ich (natürlich) diversen Sound-Archiven. Bei manchen Geräuschen bin ich da auch schon etwas länger auf der Suche, bis das ich passende  Geräusch finde. Sehr zu empfehlen ist dabei übrigens SonosoundFX, weil man hier Detailgenau suchen und die Geräusche einzeln erwerben kann. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass auf Sound-CDs (und seien die Herausgeber noch so bekannt und versiert) meistens nur ein Bruchteil der erworbenen Geräusche für mich interessant sind.„Aus dem Archiv (01): Effektvoll ins „Schneetreiben““ weiterlesen

Gedanken zur Hörspielarbeit (1)

Wann immer ich Gedanken an ein neues Projekt habe, stelle ich mir die gleichen Fragen:

„Ist das, was ich erzählen möchte, wert, erzählt zu werden?“

„Wie muss die Geschichte erzählt werden, damit ich sie spannend und unterhaltsam finde?“

„Kann ich der Geschichte auf formaler Ebene – im Bezug auf das Medium Hörspiel – eine oder mehrere neue Facetten hinzufügen?“

Nicht immer kann ich all diese Fragen mit „Ja“ beantworten und so passiert es, dass ich viele Ideen wieder verwerfen muss. Diese werden aber nicht weggeworfen, sondern auf einem großen Stapel abgelegt, denn kein Einfall ist so schlecht, dass man ihn nicht in der einen oder anderen Form doch noch verwenden kann.„Gedanken zur Hörspielarbeit (1)“ weiterlesen

„meinTag“ – On set

21.02.2011 – Ecoparkstudio, Hamburg

1208.55 Uhr. Wir treffen an diesem sehr kalten Morgen im Ecoparkstudio ein. Die frühe Stunde hat ihren Grund, denn wir haben ein strammes Programm vor uns: Die Sprachaufnahmen zum neuen hystereo-Hörspiel: Kopfsache. Die Disposition ist recht eng, und ich habe so meine Befürchtungen, ob wir sie einhalten können …

03

Also geht es direkt los: René Wedeward ist als erster dran. Er spricht den Charakter “Dirk Berger”. Hinter diesem unscheinbaren und unauffälligen Namen verbirgt sich ein Schläger und Geldeintreiber erster Güte. René steigt voll ein und legt stellenweise eine Eiseskälte in seine Stimme, die den frostigen Außentemperaturen in nichts nachsteht. Zum Fürchten!„„meinTag“ – On set“ weiterlesen